Juli 2021

Hotel Greil / Wilder Kaiser

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Willkommen im Hotel Greil und griass Di beim Sepp. Gerade so kleine und feine Hotels, wo man mit den Besitzern und Angestellten noch ins Gespräch kommt, macht für mich einen erholsamen Urlaub aus. Und in genau so einem Juwel durfte ich residieren.  Juwel deswegen, da wir hier von nur 30 Zimmer für 60 Personen reden.

 

Wo genau war ich den überhaupt? Das Hotel liegt sehr ruhig in Söll-Pichmoos. Der Blick vom Alpine-Deluxe Zimmer auf den Wilden Kaiser war eine Augenweide. Bezahlt hatte ich 975 € für 7 Tage zzgl. ca. 300 € Nebenkosten wie Gondelfahrt oder Getränke. Wie immer fuhr ich mit dem Zug bis Kufstein, von dort wird man kostenfrei abgeholt. Die Standardzimmer zugegeben, fand ich schon ein wenig out to date. Vor allem die Bäder strahlten den Charme der 80er aus. Die Kategorie Alpine Deluxe dagegen, kommt sehr modern daher, ohne zuviel zu wollen oder zuwenig zu bieten. Der Holzfußboden war wunderbar unter den Füßen, die Matratzen angenehm und das Zimmer absolut sauber. Für was benötige ich eine 40m² Suite, wenn ich eh den ganzen Tag Wandern bin? 

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Die Idee mit der Begrüßungstafel fand ich wirklich sehr schön und wertschätzend. Innen wurde ich von Julia sehr herzlich empfangen, man ist von Anfang an beim "Du". Wen man zum Sepp fährt, fährt man nicht in ein Hotel, sonder nach Hause. Man darf hier keine Wellness-Oase oder mega Saunabereich erwarten. Alles ist klein, fein und gemütlich. Worauf man sich jedoch verlassen kann, ist eine herzliche Gastfreundschaft, eine familiäre Atmosphäre und eine höchst beeindruckende Küchenleistung in Verbindung mit hervorragenden Weinen. Aber werfen wir zu erst einen Blick in das Deluxe-Alpin-Zimmer 209.

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Als ich das gemütlich eingerichtete Zimmer betrat, fiel sofort der schöne Holzfußboden auf. Barfuß laufen kann so schön sein. Das Zimmer war Top geputzt und auch das Bett hinterließ einen " da schlafe ich sehr gut " Eindruck. Das Bad war ausreichend groß, nur der Waschtisch war ein wenig hoch, musste da immer auf Zehenspitzen stehen. Holz im Zimmer strahlt immer eine angenehme Wärme aus. Teppichboden muss in der heutigen Zeit nicht mehr sein. Öffnete man den Kleiderschrank, wurde dieser von LED-Streifen erhehlt. Das Fenster im Bad war ein nettes Gimmick. Das Beste an diesen Delux-Zimmern ist aber der wunderschöne Ausblick auf den Wilden Kaiser, welchen man vom großen Balkon aus bewundern kann. 

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Schaut man sich das Hotel näher an, überkommt einen das "daheim" Gefühl immer mehr. Die Familie Greil feierte 2019 das 50 Jährige bestehen des Hotels. Und immer noch sind Chef Sepp, Chefin Karina, und Tochter Viktoria mit dem gesamten Team mit viel Herzblut dabei, den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Das fängt schon bei den Weinen an. Nicht nur kulinarisch überzeugte mich das Hotel. Auch Weinliebhaber werden hier begeistert sein. Sepp hat an die 100 verschiedene Weingläser und wunderschöne Dekanter im Repertoire. Durch die Kooperation mit dem Glashersteller Riedel, ergab sich hier eine großartige Partnerschaft. Möchte man sich einen Wein aussuchen, kommt man der dicken Fibel nicht vorbei. Wenn man dem Sepp jedoch ein paar Daten gibt welchen Wein man gerne trinkt, hat er auch immer den passenden parat. Das Hotel wird auch streng bewacht. Am Hofhund Charly kommt keiner so leicht vorbei. Wobei da eher der Charme des Hundes gemeint ist. Chic ist auch das Konzept "Omas Küche". In Omas Küche findet man so manche Köstlichkeit am Buffet und auch ein Blick in den Ofen lohnt sich. Auch dieser wurde immer mal wieder mit netten Dingen wie einem Semmelschmarrn befüllt. Gerne darf man auch einen Blick in die Hauptküche werfen. 

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Bevor ich auf die Kulinarik zu sprechen komme, gilt es sich erst mal zu bewegen. Bis zur Talstation der Hexenwasser-Gondel läuft man gut 20 Min. Nicht vergessen die Gästekarte auf dem Handy vorzuzeigen, dann kostet die Fahrt immerhin eine Euro weniger. Auf der Mittelstation gibt es eine Vielzahl an Beschäftigungen für Kinder und schöne Wanderwege. Fährt man bis zur hohen Salve, hat man auf über 1800 Metern eine geniale Aussicht und kann gemütlich bis zur Mittelstation zurück wandern. Natürlich kann man auch von ganz unten bis zur Mittelstation laufen. 

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So, aber jetzt zum Genuss. Der Sepp hat hier ein hervorragendes Refugium geschaffen. Fakt ist mal das ich von Essen und Weinen noch nie so begeistert war und nie mehr Spaß hatte. Schade war das ich anfangs als einziger nicht im Restaurant dinieren konnte, da alle Tische belegt waren. Ich fühlte mich ungelogen ein wenig ausgegrenzt. Ein kurzes offenes Gespräch mit dem Sepp brachte aber pünktlich zum Galadinner den erhofften Tisch im Restaurant. Das war mir wichtig, denn zu diesem perfekten Menü wurde auch musikalisch für Unterhaltung gesorgt.  Die Küchenleistung war durch die Bank beidruckend. Einfach g(r)eile Hausmannskost auf spitzen Niveau. Köstliche Salate ( da überlegt man kurz ob man Vegetarier wird ) selbst gemachte Buchteln, köstlichen Fisch und richtig kräftige Suppen. Jedes Gericht ein Genuss. Natürlich wurde auch das Fleisch passend in Szene gesetzt. Habe selten so einen feinen Tafelspitz genießen dürfen. Dazu dieser geniale steirische Kren ....... mhmhmhmhm.

Freitag
Entenbrust
Erdbeerpanacotta
Samstag
Iberico
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Sonntag Galamenu.jpg
Rinderfilet
Zitrusmousse und Himmbeere
Donnerstag
Rinder_Kalbstafelspitz
Dienstag
Schweinebraten
Weise Schokomousse
Montag
Dorade
Erdbeer-Parfait
Mittwoch
Saibling
Topfen Soufflé
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Kalte Vorpeisen
Kalte Vorpeisen

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Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Das war leider geil. Selbst vegane Salate waren ein Hochgenuss.