Oktober 2018

MSC Seaview YachtClub

Meine früheren Kreuzfahrten mit MSC im "Normalbereich" hatten mir immer gefallen. Da bekam man auch noch vernünftige Singelkonditionen. Seit ich auf den Yachtclub eingeladen wurde, war ich sofort schwer begeistert und entschied für mich, das ich nach Möglichkeit nur noch den YC buche. Das ist als Einzelperson zwar kein günstiges Vergnügen und MSC mach es besagter Personengruppe verdammt schwer überhaupt eine Kabine auf ihren Schiffen zu buchen. Doch die letzte Reise mit der Poesia hat meine Entscheidung bestärkt, tatsächlich nur noch den YC zu buchen. Da kam ein neues Schiff wie die Seaview natürlich gerade recht. 2300 € war zwar eine Hausnummer, aber es hat sich absolut gelohnt. Den YC kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, zumal eine Aureasuite meistens teurerer ist als die YC-Innensuite. Meine Innensuite war durch die L-Form sogar recht großzügig, dafür war das Bad sehr schmal. Die Suiten warten mit warmen Tönen auf und wirken sehr gemütlich. Ein Fenster habe ich zu keiner Zeit vermisst. Man ist entweder an Land, im SPA, oder an Deck. Eine solche Suite hätte mich aber weit über 4000 € gekostet und das sehe ich ehrlich gesagt nicht ein. Was hat den der YC eigentlich zu bieten?

Yachtclub Suiten

Sehr komfortable Innen- bzw. Balkonsuiten mit Exclusiver Ausstattung, sehr bequemen Betten und ägytischer Bettwäsche

Yachtclub Gourmet

Qualitativ hochwertige Kreationen der Italienischen und der Französischen Küche für den anspruchsvollen Gaumen

Yachtclub Service

Herausragender Servicestandart, rund um die Uhr Butler-Service sowie Concierge-Rezeption

Yachtclub Privat

Exclusive Privatsphäre in der Top Sail Lounge, und dem One Pooldeck mit großzügigem Sonnendeck

Man hat einfach den Vorteil eines exclusiven Bereiches, wie eine Lounge und Snacks bei Ankunft, Boarding ohne Anstehen und einen Fahrstuhl der nur mit der YC-Zimmerkarte die YC-Bereiche anfährt. Und man ist der einzige, der einen ungetrübten Blick vom Bug hat. MSC hat nun mit der Seaside und der Seaview eine völlig neue Schiffsklasse designed und gleichzeitig auch den Yachtclub vergrößert. Auf den Schiffen der Fantasia-Klasse, ist das Restaurant ja am Heck und die Lounge am Bug. Das ist dem Hintergrund geschuldet, das eben jenes Restaurant ursprünglich als Aufpreisrestaurant konzipiert wurde. Da man später den YC-Bereich etablierte, konnte man natürlich kein Restaurant mehr einbauen. Es war so zusagen ein Notbehelf, der Geräuschpegel dadurch aber sehr angenehm.

Yachtclub Lounge der Fantasia-Klasse am Bug. Das Restaurant befindet sich am Heck.

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Yachtclub Lounge der Seaside-Klasse. Das Restaurant wurde in die Lounge integriert

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Es ist selbstverständlich sehr löblich die Lounge und das Restaurant zu vereinen. Da sich das Restaurant nun ein halbes Deck höher befindet, ist der Lärmpegel durch Gespräche oder Geräusche aber etwas höher. Positiv hervorzuheben war die musikalische Begleitung des Pianisten beim Dinner, welche aus der Lounge sanft nach oben drang. Ein weiterer schöner Aspekt war der neue Außenbereich, welcher sich an die Lounge angliedert. Die Lounge an sich wurde meines Erachtens im Verhältnis zu mehr Kabinen aber zu knapp konzipiert. Das konnte man beim Captains-Meeting deutlich sehn, da nicht alle Gäste einen Sitzplatz fanden. Jetzt sind natürlich nie alle Gäste gleichzeitig in der Lounge, Luxus bedeutet für mich aber auch, das jeder Gast mehr Raum zur Verfügung hat als im Normalbereich. Ich muss auch ehrlich zugeben das mir die Umsetzung des Farbkonzeptes gar nicht zusagte. Das ist einfach kein schönes grün. Auf der Seaside dagegen ist es ein schönes Rot, was den Luxuscharakter noch unterstreicht. Der Service im YC war bei meinen vergangenen Reisen immer hervorragend. Der eine Butler ist etwas zugänglicher, der andere eher etwas reservierter. Umso erstaunter war ich ob der Servicesteigerung auf der Seaview. Alle Mitarbeiter waren den Gästen gegenüber äußerst freundlich und zuvorkommend. Hier merkte man, das der Gast im Mittelpunkt stand. Allerdings hat es MSC noch nicht annähernd verstanden, die Gäste des YC auch wieder gebührend zu verabschieden. Während man bei der Ankunft am Bus oder am Parkplatz freundlich empfangen und in die Lounge geleitet wird, ist von Gastlichkeit beim Verlassen des Schiffes nichts mehr zu spüren. Hier muss ich AIDA lobend erwähnen, hier darf man solange auf dem Schiff bleiben, bis der Rücktransport stattfindet. MSC dagegen schmeißt seine YC-Gäste auch während des Frühstücks von Bord. Man muss dann im schmuddeligen Hafengelände auf den Bus warten. Hätte ich das an der Rezeption vorher nicht angemeldet, wäre es mir genauso ergangen. Wenn ich schon soviel Geld für eine Kreuzfahrt bezahle, möchte ich auch vernünftig von Bord gehen.

Lounge mit Außenbereich

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Bar mit Blick nach oben zum Restaurant

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Bar mit Blick nach oben zum Restaurant

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Die Suite 18039 habe ich auf Youtube verlinkt, da die Datei hier zu groß ist. "Kabinenvideo". 

Am Hafen angekommen wurde mein Gepäck umgehend separat verladen und ein Mitarbeiter nahm sich meines Handgepäcks an und geleitete mich zur Lounge. Bei einem Gläschen Sekt und kleinen Häppchen wartet man dann auf den Butler, welcher einen an den Schlangen der "zweiten Klasse" vorbei auf das Schiff bringt. Was ich dann doch sehr schade fand, das man mit fremden Gästen zusammen auf das Schiff begleitet wird. Wenn die beim Durchleuchten aufgehalten werden, heißt es dann für dich ebenfalls warten. Da die auch noch Kinder dabei hatten, musste ich auf dem Schiff wieder warten bis diese ihr spezielles Armband bekamen. Ich würde es an dieser Stelle äußerst begrüßen, wenn man vom Butler separat begleitet wird.

In der Lounge angekommen wurde mir eröffnet, das meine Suite noch nicht bezugsfertig wäre, ich aber gerne schon einmal zum Lunch gehen darf. Dem Vorschlag folgte ich natürlich umgehend. Vom Maitré wurde ich freundlich empfangen und zu einem schönen Tisch geführt, welcher mein fester Platz zum Dinner wurde. Leider habe ich die Bilder nicht sofort in die richtige Reihenfolge gebracht, weswegen ich nicht mehr weis, welche Gerichte ich wann gegessen habe.

Die Speisekarten für Lunch & Dinner

Nach dem Essen geht man ja meistens in die Kabine um seinen Koffer auszupacken. Dies habe ich meinem Butler überlassen und habe mich stattdessen gleich mal der Seaview gewidmet. Ich finde es ein überaus gelungenes Schiff, top modern, aber viele Bereiche sind auch zu klein geraten. Das ist aber auf vielen Schiffen ein Problem. Von den Show´s war ich leider auch nicht wie sonst überzeugt. Opern konnte das Ensemble wirklich zur vollsten Zufriedenheit darbieten, aber die Pop-Songs wurden nicht nur grauenhaft, sondern auch noch viel zu laut und übersteuert vorgetragen. Das kannte ich von MSC besser.

Das Pooldeck

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Ein Hauptrestaurant

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Einkaufspassage

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Das gewaltige Atrium erstreckt sich über 4 Decks

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© Christian Bimüller

Eine Bar

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© Christian Bimüller

Das Theater

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© Christian Bimüller

Lounge am Heck

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© Christian Bimüller

Widmen wir uns dem Hauptaugenmerk der Reise, den wundervollen Speisen im YC-Restaurant. Auch wenn das ein oder andere Gericht nicht ganz nach meinem Gusto war, grundsätzlich hat die Küche durch filigrane Optik, feine Texturen und runden Geschmack absolut überzeugt. Die Kellner waren zu Späßen aufgelegt, wussten aber auch den Abstand zum Gast zu waren. Ich durfte eine sehr herzliche Gastfreundschaft erleben.

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